Brecht, Bertolt, Schriftsteller (1898-1956). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Berlin, August 1928.

½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biographische Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 6.500,00

In Brechts typischer Kleinschreibung: "Deutschland braucht für seine zukunft nichts anderes als andere länder: die möglichst geschickte anwendung marxistischer gesichtspunkte auf gesellschaft und wirtschaft. Dann hätte es natürlich ebenso wie andre Länder die chance, aus seinem kulturellen sumpf herauszukommen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Der bereits zum überzeugten Kommunisten gewordene Brecht feierte 1928 mit seiner von Kurt Weill vertonten "Dreigroschenoper" (Uraufführung am 31. Aug.) einen der größten Theatererfolge der Weimarer Republik. Im selben Jahr hatte Brecht den nächsten wichtigen Komponisten für seine Stücke und Lieder, Hanns Eisler, kennengelernt.

Koslowsky 295.

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