Ich muß gestehn, den sauern mag ich nicht: Gebt mir ein Glas vom echten süßen!

Goethe, Johann Wolfgang von, Dichter (1749-1832). Weinbestellung von Schreiberhand mit eigenh. U. ("Goethe").

Jena, 17. VI. 1798.

1 S. Qu.-kl.-4to.

 15.000,00

Seltene, unveröffentlichte Weinbestellung des Weinkenners: "Zwölf Nösel verschiednen Desert Wein und zwar Mittelsorte; und Sechs Bouteillen Wertheimer Wein, 6 N[ösel] Siracusa, 4 [Nösel] Lunelle, 2 [Nösel] Tintowein erbittet sich aus fürstl. Kellerey Goethe".

Goethe war ein überzeugter Weintrinker und besaß einen ansehnlichen, gutgefüllten Weinkeller. Er "trank eher mäßig und regelmäßig als regelmäßig übermäßig, und die Regelmäßigkeit und Gewohnheit des Weinkenners behütete vor Exzessen [...] Goethe schätzte die schöpferischen Kräfte des Weins, seine Förderung der Geselligkeit, Erhöhung der Lebenslust, Überbrückung matter Stunden, Würze der Mahlzeiten, schließlich auch die Entbindung der sprachlichen und dichterischen Phantasie" (Wilpert).

Zustand

Stellenweise gering fleckig, sonst tadellos.

Literatur

Nicht in der WA und im Repertorium der Goethebriefe.

Art.-Nr.: BN#68426 Schlagwörter: ,