Kneifel, Rudolf, Schriftsteller (1881-nach 1950). Nachlass bestehend aus 38 Manuskripten und Typoskripten, 8 Briefen und zahlreichen Mskpt.-Fragmenten.

Wien u. a. O., ca. 1920-1950.

Zusammen 2331 Bll. 4to.

 2.000,00

Beinahe ausnahmslos unveröffentlichte Werkmanuskripte des im oberösterreichischen Freistadt geborenen Militärs und Schriftstellers. Kneifel, bis 1919 im Dienste der k. u. k. Armee stehend und bis zum Rang eines Majors aufgestiegen, war bis zu seiner neuerlichen Einrückung 1940 auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs in Rom, Paris, Budapest, Holland, Istanbul usw. tätig. Im Jahr darauf bereits wieder im Ruhestand, verbrachte er die Kriegsjahre zumeist in Wien und wurde nach dessen Ende Verbindungsoffizier der Alliierten; 1948-50 war er in Paris und an der französischen Riviera erneut auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs tätig. "Erst seit 1940 bin ich", so heißt es in einem Brief an Paul von Zsolnay, "ausschließlich Schriftsteller, auch wenn ich bereits vor 1914 als solcher einigermaßen bekannt war. Bisher sind erschienen: sieben Romane und Novellen, teils bei Bergland, bei Berger, Horn, Bauer, Wien, Wiener Verlag, kleinere Schriften bei Aufwärts, Berlin, sowie Artikel".

Die hier vorliegenden Manuskripte und Typoskripte sind mit Ausnahme des Romans "Ein Brillantbouton" unveröffentlicht. Inhaltlich erstrecken sie sich von Kriminalromanen über Kriegserzählungen, Gesellschaftsromanen und historischen Romanen hin zu geschichtlichen Arbeiten ("1938 bis 1945. Von Wien aus gesehen"), Exposès zu Filmen und Gedanken bzw. Empfehlungen zu Fremdenverkehr und Tourismus.

Detaillierte Verlistung auf Anfrage.

Vgl. Giebisch/G. 200 und Kosch VIII, 1399.