Mit dem meist fehlenden Festzug am Graben

Kriegl, Georg Christoph. Erb-Huldigung, welche der Allerdurchleuchtigst-Großmächtigsten Frauen, Frauen Mariae Theresiae, zu Hungarn und Böheim Königin, als Ertz-Herzogin zu Oesterreich [...] abgeleget.

Wien, J. B. Schilg, [1740].

92 SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz und 10 teils doppelblattgr. sowie 1 mehrf. gefalt. gest. Tafel. Lederband der Zeit mit goldgeprägtem neuösterreichischen Bindenschild-Wappen am Vorderdeckel und dem altösterreichischen Lerchenwappen am Hinterdeckel. Breite, ornamentale Deckelbordüre. Gr.-Folio (276:432 mm).

 3.000,00

Das große Maria-Theresianische Erbhuldigungswerk, erschienen zur Huldigung der niederösterreichischen Stände am 22. November 1740 nach dem Tod des Kaisers Karl VI. am 20. Oktober. "Die Kupferstiche zeigen die wichtigsten Stationen der Erbhuldigung, wie etwa die Abholung des Erzherzoghutes aus dem Stift Klosterneuburg, das Hochamt in der Stephanskirche, das Te Deum in der Hofburgkapelle oder die Festtafeln der vier Stände sowie der Erbämter in Räumen der Wiener Hofburg. Selbstverständlich wird auch der Huldigungsakt der Stände und die Festtafel der Landesfürstin, die beide in der Ritterstube der Wiener Hofburg stattfanden, dargestellt" (C. Benedik, Zeremoniell und Repräsentation am Wiener Hof unter Franz Stephan von Lothringen. In: Zedinger/Schmale [Hg.], Franz Stephan von Lothringen und sein Kreis, S. 79). Vollständiges Exemplar mit der meist fehlenden, großen Ansicht des Festzuges am Graben. Das Frontispiz mit einem Portrait der Kaiserin nach Andrea Altomonte, die übrigen Kupfer mit mehreren Abbildungen des Festbanketts, des Festzugs und der an den Krönungsfeierlichkeiten teilnehmenden Gesellschaft.

Innen durchgehend etwas finger- bzw. braunfleckig. Der Einband etwas berieben, beschabt und mit kleineren Bezugsfehlstellen, die Vergoldung oxydiert.

Nebehay/W. 319. Ruggieri 991. Ornamentstichslg. Berlin 2893. Lipperheide Sc16. Vinet 681. Graesse VII, 406.

Art.-Nr.: BN#25173 Schlagwörter: , , , , ,