"Graf Christoph Erdödy in seinen verwirrten Rechtshändeln"
Handschreiben mit eigenh. U. ("Joseph Core[gent]").
1 S. auf Doppelblatt. 4to (176 x 224 mm).
€ 1.000,00
An den Fürsten Nikolaus Esterházy, den "Prächtigen" und Förderer Haydns: "Lieber Graf Esterhazy! Da aus nebengehendem Schreiben mit vieler Befremdung zu ersehen gehabt, daß der Graf Christoph Erdödy in seinen verwirrten Rechtshändeln meinen Nahmen mit einzumischen, sich ermächtigt haben solle: Als wollen Sie das nöthige verfügen, um der eigentlichen Verhältniß der Sache näher auf den Grund zu sehen; indem, wann besagter Graf Erdödy derley falsche Vorspieglungen sich würklich solte haben zu schulden kommen laßen, ich mich nicht würde entbrechen können, ihm mein gerechtes Misfallen darüber zu empfinden zu geben [...]". Im späteren Verlauf musste Erdödy Teile seiner Güter verkaufen, um seine durch aufwendige Lebensführung entstandenen Schulden zu decken.
Alfred Bovet (1831-91), verkauft durch Charavay, 1887, Nr. 97.
Unbedeutend gebräunt; kleiner Papierdurchbruch am Gegenblatt durch Öffnung des Siegels (Spuren davon erhalten), ansonsten in ausgezeichnetem Zustand.

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