Knecht, Justin Heinrich. Luthers Verdienste um Musik und Poesie. Eine Skizze.

Ulm, Wohlersche Buchhandlung, 1817.

32 SS. Neuer Pappband mit Titelschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.

 850,00

Erste Ausgabe der letzten Arbeit des Verfassers, sehr selten.

J. H. Knecht (1752-1817), ein Freund Wielands, der ihn förderte, besuchte das Kollegiatstift Esslingen. Hier begegnete er "Christian F. D. Schubart, der ihn durch sein Klavierspiel, Rezitationen aus Klopstocks Messias und Berichte über das Musikleben am württembergischen Hofe begeisterte. In Eßlingen wurde Knecht mit Werken von Telemann, K. H. Graun, Ph. E. Bach wie mit den Schriften Marpurgs vertraut. Das Universitätsstudium blieb ihm versagt, weil er schon 1771 die Nachfolge seines Lehrers Doll in Biberach antreten mußte. Trotz anstrengenden Dienstes in Kirche und Schule fand er Zeit für Mitarbeit beim traditionsreichen Biberacher Theater, Einrichtung und Leitung von regelmäßigen Liebhaberkonzerten, eigene Kompositionen, musikpädagogische und musiktheoretische Publikationen [...] 1806 wurde Knecht endlich zum 2. Musikdirektor am Stuttgarter Hof ernannt, doch reichten die Kräfte des Alternden wohl nicht mehr aus, denn im November 1808 wurde er wieder entlassen; die beiden Hofjahre hatten ihm wenig Freude bereitet. Trotz der Verbitterung fand er in der Heimat noch Schwung genug für manche größere Arbeit, bis ihn 1814 ein Schlaganfall weiter beeinträchtigte" (MGG VII, 1266f.).

Gutes, sauberes Exemplar.

Kauffmann S. 73. Eitner V, 391. MGG VII, 1267.

Art.-Nr.: BN#47551 Schlagwörter: ,