The Roman Army - a Model to Emulate in Fighting the Ottomans?

Patrizi, Francesco. La militia Romana di Polibio, di Tito Livio, e di Dionigi Alicarnaseo. Da Francesco Patricii dichiarata, e con varie figure illustrata [...].

Ferrara, Domenico Mamarelli, 1583.

(6), 92 Bll. (Bl. 64 mit irriger Pagina 57). Mit Wappenholzschnitt am Titel, 12 gefalt. Kupfertafeln und einigen figürlichen Holzschnittinitialen. Pergamentband der Zeit mit hs. Titel am unteren Schnitt. 4to.

 2.500,00

Erste Ausgabe.

Patrizis Schrift über das römische Kriegswesen nach Polybios, Titus Livius und Dionysios von Halikarnassos geht von der These aus, dass die Kriegskunst Grundlage des Friedens und eine Voraussetzung für das menschliche Glück sei. Als Maßstab gelten ihm die antiken Römer, deren Kriegsführung in militärischer Hinsicht allen anderen und vor allem jener der Türken überlegen gewesen sei; gelänge es, die alte römische Schlagkraft wieder zu erreichen, so brauche man die Türken nicht mehr zu fürchten. An jene heranzureichen, sei in jüngerer Vergangenheit nur Herzog Alfonso I. d'Este gelungen, der in Belagerungstechnik und im Festungsbau als vorbildlich angesehen werden könne. Wohl nicht ohne Hintergedanken ist Patrizis Arbeit dann auch dem damals in Ferrara regierenden Herzog Alfonso II. d'Este gewidmet, dem Enkel Alfonsos I. Die Kupfer zeigen Marsch- und Lagerordnungen, einzelne Legionäre, Angriffsformationen u. a.

Einband fachmännisch erneuert; neue Vorsätze. Gutes Exemplar mit nur minimalen Wurmspuren auf den letzten 2 Bll.; diese ebenso wie der Titel mit kleinen, nicht in den Text hineinreichenden ausgebesserten Fehlstellen an den Rändern.

Literatur

BM-STC Italian 493. Adams P 437. Edit 16, CNCE 47279. Graesse V, 169. Nicht bei Jähns und Cockle; nicht bei Göllner.