Kalckreuth, Eberhard Gf. von, Präsident des Reichslandbundes (1881-1941). Ms. Sentenz mit eigenh. U.

O. O. u. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

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"Im Deutschen Reichstag prägte der Alt-Reichskanzler am 21. Mai 1879 d[i]e Worte: 'Zwanzig Millionen deutsche Landwirte lassen sich eben nicht zu Grunde richten, es kommt bloß darauf an, daß sie zu dem Bewußtsein kommen, was ihnen bevorsteht, und sie werden sich mit den gesetzlichen und verfassungsmäßigen Mitteln dagegen zu wehren suchen.' Diese jetzt wieder notwendige Abwehr hat einzelne städtische Kreise anscheinend überrascht. Gerade um der Gesamtheit willen ist der Kampf der Landwirtschaft um ihren Fortbestand schwächlichem Verzagen und kampflosem Zusammensinken bei weitem vorzuziehen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz in der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Der niederschlesische Graf Eberhard von Kalckreuth nahm als Präsident des Reichslandbundes an der Tagung der Harzburger Front teil, unterzeichnete die Industriellenabgabe an Paul von Hindenburg und agitierte gegen Karl von Schleicher.

Koslowsky 272.

Art.-Nr.: BN#55339 Schlagwort: