Eines des letzten Porträts von Klimt, gewidmet seinem Modell Johanna Staude
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U.
130 x 198 mm auf Trägerkarton (283 x 178 mm).
€ 85.000,00
Das Brustbild im Profil zeigt Klimt im Alter von 55 Jahren vor seinem Atelier in der Wiener Feldmühlgasse. Am Untersatzkarton eigenhändig gewidmet und signiert: "Wien 1917 / Frau Johanna Staude zur freundlichen Erinnerung an Gustav Klimt". Die Photographie von Moritz Nähr (1859-1945) gilt als eine der letzten Aufnahmen des Künstlers.
Die österreichische Sprachlehrerin Johanna Staude (1883-1967) war die Schwester der akademischen Maler Leopold und Anton Widlicka sowie des Opernsängers Richard Widlicka. Klimt hat ihre charismatische Persönlichkeit in einem berühmten, unvollendeten Portrait von 1917/18 festgehalten (heute in der Galerie Belvedere). Staude stand nicht nur Klimt, sondern auch Egon Schiele Modell; Klimt hat ihr wohl auch Arbeit beim Schriftsteller Peter Altenberg verschafft, der sie als "modernen Engel" beschrieb.
Von Nähr stammt auch das weltberühmte Foto von Klimt mit Katze auf dem Arm, das im Mai 1911 entstand. Mit Klimt verband ihn eine jahrelange Freundschaft samt täglichem gemeinsamem Frühstück. Er war nicht nur gut mit den Secessionisten vernetzt, sondern auch mit dem Kaiserhaus und dem Wiener Großbürgertum. Zu seinen klassisch gewordenen Portraits zählen die des Philosophen Ludwig Wittgenstein wie auch von Gustav Mahler, den er 1907 in der Loggia der Wiener Hofoper fotografierte.







