Fried, Erich

Erich Fried, Lyriker, Übersetzer und Essayist, 1921-1988

Nachdem sein Vater 1938 an den Folgen eines Verhörs durch die Gestapo verstarb, emigrierte der 17-Jährige nach London, wo er bis zu seinem Tod wohnen sollte. In der Nachkriegszeit war Fried ein Hauptvertreter der politischen Lyrik in Deutschland. Als bedeutender Shakespeare-Übersetzer gelang es ihm, die Sprachspiele des englischen Dramatikers adäquat ins Deutsche zu übertragen. Er beteiligte sich am politischen Diskurs seiner Zeit und vertrat öffentlich Positionen der Außerparlamentarischen Opposition, so dass er sich in konservativen und rechten Kreisen einen Ruf als „Stören-Fried“ erwarb. Seine "Liebesgedichte" waren einer der erfolgreichsten Lyrikbände der deutschen Nachkriegszeit.