Napoléon I., Kaiser der Franzosen (1769-1821). Gedr. Schiffspatent mit eigenh. U. ("Np").

Le palais des Tuileries [Paris], 25. III. 1813.

490:350 mm. Blankoformular.

 4.500,00

Schiffspatent für ein namentlich nicht genanntes amerikanisches Schiff, mitunterzeichnet von Handelsminister Jean-Baptiste Henry Collin (1776-1837), Staatssekretär Pierre Antoine Noël Bruno comte Daru (1767-1829), Marineminister Denis Decrès (1761-1820) und dem Generaldirektor der Zollverwaltung. Schönes Dokument aus der Zeit der Koalitionskriege, als Großbritannien mit seiner Armee die iberische Halbinsel besetzt hatte und gegen die napoleonischen Truppen focht und Feldmarschall Wellington kurz vor der abschließenden, schließlich für die Engländer erfolgreichen Offensive stand. Das vorliegende Schiffspatent wurde durch den französischen Konsul in Charlestown, New York, Boston oder Baltimore ausgestellt und gestattete den amerikanischen Schiffen, sich mehr oder weniger frei auf See in Richtung Frankreich zu bewegen, wo freilich die Gefahr in Gestalt der britischen Kriegsschiffe lauerte: Diese blockierten seit Beginn der Koalitionskriege die amerikanischen Häfen an der Atlantikküste und unterbanden so den Handel Amerikas mit dem Kriegsgegner Frankreich, was im Jahr zuvor eine der Mitursachen des Britisch-Amerikanischen Kriegs gewesen war, der erst im Dezember des folgenden Jahres (1814) beigelegt werden sollte.

Mit größeren, teils hinterlegten Einrissen in den Faltungen sowie kleinen Randläsuren, sonst in gutem Zustand; am linken Rand augenscheinlich in den gedruckten Text des Gegenblatts hinein beschnitten.

Art.-Nr.: BN#27891 Schlagwort: