Zahlenquadrate

Sarji, Shihab al-Din Ahmad b. Ahmad b. 'Abd al-Latif al-Zabidi al-Yamani al-. Kitab al-Fawa'id fi l-salat wa-l-'awa'id.

[Westasien, 1695 CE =] 1106 H.

(167) Bll. Arabische Handschrift auf geglättetem Papier. Mit zahlr. eingezeichneten Buchstaben- und Zahlenquadraten. Blindgepr. Lederband der Zeit mit Deckellasche. 4to.

 6.500,00

Sammlung von einhundert Fawa'id, d. h., "nützlichen Lektionen", dem jemenitischen Gelehrten al-Sarji (1410-88) zugeschrieben. In diesem Werk verbinden sich Koranexegese (Tafsir) und Überlieferungen zum Propheten (Hadith) mit Beschreibungen von Talismanen, magischen Praktiken und Zahlenquadraten. Nach Brockelmann sollte der Titel korrekt "fi l-silat" ("über Verbindungen") statt "fi l-salat" ("über Gebete") lauten, wie es im späten 17. Jahrhundert der Kopist der vorliegenden Handschrift schrieb. Im 19. Jahrhundert erschienen in Kairo und Bombay lithographierte Druckausgaben.

Einfache Gebrauchshandschrift mit starken Benutzungsspuren, teils bis in die neueste Zeit fortgeführt (mit mehreren Zahlenquadrate in Kugelschreiber). Die Handschrift weist über den gesamten Text verstreut magische Quadrate auf, teils mit Zahlen, teils mit Wörtern (wie "Allah", "Licht", "Erde" etc.), manchmal auch beides in Kombination. Immer wieder kommen Zitate aus dem Koran oder islamischen Gelehrten vor. Am Schluss Fortführung von anderen Händen, hier mit vielen Bittgebeten.

Obwohl im islamischen Osten entstanden, wurde die Handschrift später in Nordafrika aufbewahrt, wo ihr auf leeren Blättern am Anfang (7 Bll.) und Ende (5 Bll.) sowie den Vorsätzen kürzere Texte und Anmerkungen im Maghribi-Duktus hinzugefügt wurden. Dazu zählen auch Texte des marokkanischen Gelehrten Abu Zayd 'Abd al-Rahman al-Jishtimi (1771-1853); ein weiterer Zusatz in Maghribi (von wiederum anderer Hand) enthält ein Rezept zur Herstellung von Zinnoberrot aus Schwefel.

Zustand

Einband etwas lädiert, and Ecken und Kanten bestoßen. Unvollständig, doch von alter Hand ergänzt. Einzelne Bll. gelockert, stark fingerfleckig und gebräunt; viele Marginalien. Ränder teils mit Einrissen und Ausbrüchen.

Literatur

GAL II, 242; Suppl. II, 254.

Art.-Nr.: BN#27967 Schlagwörter: , , ,