Geusau, Anton Ferdinand Edler von. Historisches Tagebuch des durchlauchtigsten Erzhauses Oesterreich. Vom Jahre 994 bis 1780.

Wien, Gräffer, 1781.

(8), 269, (25) SS. Mit gest. Titelvignette (J. Adam fecit). Interimspappband der Zeit. 8vo.

 120.00

Erste Ausgabe.

Der aus Bayern gebürtige Wiener Geusau (auch: Geissau, 1746-1809) war ab 1778 an der Wiener Hofbibliothek angestellt. "Versprechungen, welche nie erfüllt wurden, verlockten G. zu einer Heirat und G. machte nun die Schule des Leidens durch, aus welcher ihn erst der Tod erlöste [...] Die mißlichen Verhältnisse, welche G. sein Leben hindurch verfolgten, veranlaßten ihn in der Schriftstellerei einen Erwerb zu suchen und so entstand eine große Menge von Schriften, von denen mehrere [...] wiederholte Auflagen erlebten" (Wurzbach V, 127). Ab 1792 Beamter des Wiener Magistrates, hatte er Zugang zu den Magistratsarchiven, wodurch seine Werke vieles noch heute Brauchbare enthalten.

Aus der Bibliothek der Löwenburger Piaristenschule (hs. Besitzvermerk, dat. 1822), in welche der Band aus der Sammlung des Piaristen Eduard Job à S. Colomanno (geb. 1730 in Hohenrupersdorf; vgl. Wurzbach) gelangte (eigenh. Besitzvermerk am Titel). Job war Professor für Mathematik und Physik an der savoyischen Ritterakademie zu Wien und publizierte u. a. "Das gelehrte Österreich" (1776). Zuletzt in der Viennensia-Sammlung des Regierungsrats Josef Ringer.

Ecken bestoßen; Rücken lädiert und etwas leimschattig von altem Klebestreifen.

Wernigg 4109. Kosch VI,160.

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