Auernheimer, Raoul, Schriftsteller und Journalist (1876-1947). Visitkarte mit 1 eigenh. Zeile und Albumblatt mit eh. Datum und U.

Wien, 1913 und 1937.

Zusammen 2 SS. Qu.-8vo bzw. Carte d'Visite-Format. Mit 1 eh. adr. Kuvert.

 40.00

Die Visitkarte mit eh. Erwiderung von Josef Weselys Wünschen an denselben.

Auernheimer wurde 1906 durch die Protektion von Theodor Herzl, seiner Mutter Cousin, Redakteur bei der "Neuen Freien Presse" und verkehrte in dem von Karl Kraus geschmähten literarischen Kreis des "Jungen Wien". Dort zum Theaterkritiker avanciert, leitete er bis 1933 das Burgtheaterreferat. Seit 1922 war er Vizepräsident des Österreichischen P.E.N-Clubs. Im März 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, verwendeten sich der Schriftsteller Emil Ludwig und der amerikanische Diplomat Prentiss Gilbert für ihn, so daß er bereits im Herbst 1938 in die USA emigrieren konnte. Seine Stoffe "vornehmlich aus der mondänen Gesellschaft" wählend (Kosch I, 61), schrieb Auernheimer neben zahlreichen Komödien und Novellen u. a. den Roman "Metternich" (1947); seine Autobiographie "Das Wirtshaus zur verlorenen Zeit" erschien 1948.

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