[Prater]. Plan du Pavillon et du Jardin de l'Ambassadeur de Russie Prince de Galitzin au Prater.

Wien, um 1775.

Kupferstich von G. Nicolai. 63 x 57 cm. Beiliegend zwei Stiche mit Aufrissdarstellungen des Pavillons (je ca. 50 x 37 cm, gering stockfleckig).

 1,250.00

Seltener Plan des frühen Landschaftsgartens im Wiener Prater, mit separaten Fassadendarstellungen des Lusthauses (Vorder- und Rückfront).

Demetrius Michailowitsch Gallitzin (Golizyn, 1721-93) war 1760/61 russischer Gesandter in Paris, wo er seinen Privatsekretär Ludwig Heinrich von Nicolay kennenlernte. Ab Mai 1762 Gesandter in Wien, spielte er eine große Rolle bei der Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und dem Habsburgerreich. Er verhandelte erfolgreich mit Österreich die Erste Teilung Polens, die seinem Land den meisten Landgewinn brachte. 1784 wurde er zum Botschafter des russischen Hofes bei Kaiser Joseph II. ernannt. Golizyn war bekannt als ein großzügiger Förderer der Künste: Wolfgang Amadeus Mozart besuchte häufig sein Stadtpalais und spielte dort Konzerte. 1775 errichtete er im Wiener Prater zwischen Hauptallee und heutiger Ausstellungsstraße ein Lusthaus mit Park. 1780 erwarb der Fürst weite Besitzungen von der Gemeinde Ottakring im Westen Wiens am Predigtstuhl, der bald nach ihm, später auch offiziell Gallitzinberg genannt wurde. 1785 ließ er sich dort ein Sommerschlösschen erbauen, an der Stelle, wo heute das Schloß Wilhelminenberg steht. Das Schloß beherbergte seine umfangreiche Kunstsammlung (vgl. Czeike II, 454).

Nicht bei Nebehay/Wagner.

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