Angeli, Heinrich von, Maler (1840-1925). Eigenh. Brief mit U. ("HvAngeli").

O. O. u. D.

1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.

 180.00

An einen Hofrat: "Es hat mir zu leid gethan, daß ich Ihren Besuch versäumen mußte, und beeile ich mich mitzutheilen, daß ich leider auch heute gleich nach Tisch fort muß. Von morgen an bin ich aber bis 4 Uhr gewiß zu Hause, und hoffe ich, daß Sie mir Ihren lieben Besuch nicht vorenthalten werden [...]".

Geboren als Sohn eines Gastwirts aus ursprünglich adliger venezianischer Familie, studierte der in Ödenburg geborene Angeli an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1855 an der Düsseldorfer Akademie und von 1856 bis 1859 bei Emanuel Leutze. "Nach Studienreisen durch Italien, Frankreich und die Niederlande berief ihn König Ludwig I. an die Kunstakademie in München, wo Angeli sich dem Kreis um Karl von Piloty anschloß" (DBE). 1862 ließ er sich in Wien nieder, stand von 1870 bis 1872 und von 1906 bis 1910 der Wiener Künstlergenossenschaft vor und erhielt 1877 eine Professur für Portraitmalerei an der Wiener Akademie. "In seiner ersten Schaffensperiode malte Angeli bevorzugt Genre- und Historienszenen wie ‚Maria Stuart bei Verlesung des Todesurteils' (1857). 1873 begann seine erfolgreiche Karriere als Portraitist der Wiener Adels- und Finanzwelt sowie der Höfe in Wien, Berlin, London und St. Petersburg. Angeli wurde 1907 geadelt" (ebd.).

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