La Roche, Karl von, Schauspieler (1794-1884). Eigenh. Albumblatt mit U.

Gmunden, September 1879.

½ S. 4to.

 120.00

5 Zeilen auf einem gedr. Blatt aus einem Freundschaftsalbum: "Nicht neid' ich: Mienen, Bildner, Sänger, | den Croesus nicht in Glückes Schoos [sic], | den Mächtgen nicht, ob sehr und groß | Ich neide, um sein heit'res Loos [sic] | Vor allen, nur den Grillenfänger! [...]". - Die Verso-Seite von fremder Hand ausgefüllt.

1829 den Mephisto in der Uraufführung von Goethes "Faust" spielend, wurde der Schauspieler 1833 auf Lebenszeit ans Wiener Hofburgtheater engagiert. "Ein glänzender Lustspielkomiker ist La Roche, den das Gerücht, ein natürlicher Sohn Goethes zu sein, ein Leben lang interessant gemacht hat. Tatsächlich hatte sich Goethe seiner angenommen und den Mephisto mit ihm einstudiert, der seine berühmteste Rolle wurde. 'An dieser Rolle ist nichts mein Eigentum, alles, jede Gebärde, jede Grimasse, jede Betonung ist von Goethe', sagt er" (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, S. 41).

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