Hommel, Karl Ferdinand, Jurist und Strafrechtsreformer (1722-1781). Schreiben mit eigenh. U.

Leipzig, 14. I. 1764.

2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Papiergedecktes Siegel.

 200.00

Zulassungsurkunde des Kandidaten der Jurisprudenz Carl Gustav Schönermarck aus Friedland in der böhmischen Lausitz zum Rigorosum.

Hommel, seit 1750 Professor für Staatsrecht in Leipzig, warb für die Anwendung aufklärerischer Prinzipien im Strafrecht und sprach sich gegen Todesstrafe, Folter und Landesverweisung aus. 1770 erreichte er die gesetzliche Abschaffung der Inquisitionsverfahren sowie der Folter; als Übersetzer von Cesare Beccarias Hauptwerk "Dei delitti e delle pene" erwarb er sich den Ehrennamen eines "deutschen Beccaria".

Auf 1-Groschen-Stempelpapier. Gegengezeichnet von den Leipziger Rechtswissenschaftlern Adrian Steyer d. Ä., August Florens Rivinus (1707-69), Traugott Thomasius (1709-75), Friedrich Gottlieb Zoller (1717-82), Christian Wilhelm Küstner (1721-85), Carl Gottfried Winckler (1722-90), Friedrich Heinrich Mylius (geb. 1725) und Heinrich Gottfried Bauer (1733-1811). Leicht gebräunt bzw. angestaubt; einige kl. Randläsuren zum Teil hinterlegt.

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