Ewald, Heinrich, Orientalist und Theologe (1803-1875). Eigenh. Brief mit U.

Göttingen, 22. III. 1868.

1 S. 12mo.

 400.00

An einen nciht namentlich genannten Empfänger: "Infolge Ihres wunsches vom 18ten d. kann ich Ihnen jetzt melden daß wenn Sie Ihr prachtwerk an die hiesige Univ. Bibliothek (Oberbibliothekar Hofrath Hoeck) durch die Post mit beigelegter Quittung senden, der preis dafür Ihnen sofort zugesandt werden wird. Herr Prof. Wüstenfeld als Bibliothekar ist zugleich als Orientalist so gütig gewesen diese schnelle mittheilung herbeizuführen [...]".

Heinrich Ewald ist heute als einer der "Göttinger Sieben" bekannt, also jene Professoren, die 1837 aufgrund ihres Portests gegen die Aufhebung der liberalen Verfassung durch König Ernst August I. von Hannover entlassen wurden. Nach der Entlassung lehrte Ewald in Tübingen, kehrte aber 1848 als einer von nur zwei der sieben Professoren nach Göttingen zurück. 1863 war er Mitbegründer des Deutschen Protestantenvereins. 1866 widersetzte sich Heinrich Ewald der Annexion des Königreich Hannovers durch Preußen und verlor deshalb 1868 seine Lehrerlaubnis.

Mit Sammlernotiz in Blei (recto).

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