Forgách, Gyula, Graf (1823-1885). 6 eigenh. Briefe mit U.

Wien und o. O., 1854.

Zusammen 7 SS. auf 5 Doppelbll. und 1 Einzelbl. Meist mit eh. Adresse verso. 4to und 8vo.

 450.00

Alle an den Advokaten Ludwig Auinger in Wien, meist über finanzielle und juristische Angelegenheiten: "Haben Sie noch gar keine gute Nachricht für mich, es wäre für mich höchst wünschenswerth, den 24ten habe ich die Resignation in Kakova, die Auszahlung ist zwar gedeckt, aber ich bin blank, da ich der Excellenz Gräfin die 6000 fl. schicken muß, und den 21ten auch wieder die Gottverdammte Erbsteuer mit 1326 fl. zu entrichten habe [...]" (Wien, 19. I. 1854).

"Eben war Gf. Latto Cebrian bei mir, und sagte mir, daß er Geld benöthige und gehört habe, daß Gfin Nadasdy [d. i. Gräfin Leopoldine Nádasdy-Fogáras (geb. 1804)] Geld verleihe, ich soll ihm daher an die Hand gehen, das ist für mich eine sehr schwere Sache; ich rieth ihm daher zu Ihnen zu gehen, Sie können ihm da leichter Auskunft geben [...]" (Wien, 22. IV. 1854).

"Das Qua[r]tier habe ich angesehen, es ist sehr schön, wäre auch ganz passend, der Preiß ist 1600 fl. ö. W. was ich nicht übertrieben finde, für die Ablösung verlangt er aber 600 fl. Ö. W. er läßt aber vielleicht handeln, denn es ist ein Juda Goldschmiedt Juvelier [...]" (O. O., erh. am 16. IV. 1854).

"Ich bitte Sie beiliegende Vollmacht die mir Thomka in der Isabellischen Successions Geschichte eingesendet, als Zeuge zu unterfertigen, und noch Jemand da 2 Zungen nöthig sind, und mir 15 X. Stempel darauf zu drücken [...]" (Wien, 15. XI. 1854).

Meist auf Briefpapier mit gepr. Wappen der Familie Forgách.

Beiliegend: I: Eigenh. Brief mit U. des Grafen Anton Forgách, wohl auch an Ludwig Auinger: "Da ich über die Erledigung der Ihnen bekannten Gebühren Angelegenheit, von Seiten des [...] Ministeriums der Finanzen noch keine Nachricht erhalten, so nehme ich mir die Freiheit Euer Wohlgeboren zu ersuchen diese Angelegenheit bei dem Herrn Sessions Rath Schwarzwald [...] gefälligst in Erinnerung bringen [...] zu wollen [...]" (Prag, 20. V. [1856]).

II: Eigenh. Brief mit U. des Grafen Festetics d. J. (1815-83) an Ludwig Auinger: "Ihre Zeilen vom 16. habe ich erhalten und bin erstaunt über die Praetension des Ministerial Rath Pleuer, da es jedoch zu umständlich ist das Diplom meiner Schwiegermutter im Origin[al] zu bekommen und mit großem Zeitverluste verbunden wäre füge ich mich doch darin die übertriebenen Taxen zu bezahlen, daher ich Sie ersuche das besagte Diplom so wie wenn es auch nöthig ist mein Kammerherrn Diplom expedi[e]ren zu laßen, da mir daran liegt daß die Sache meiner Frau bald efectuirt würde [...]" (O. O., erh. am 20. III. 1854).

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