Liszt, Franz, Komponist (1811-1886). Eigenh. Musikmanuskript.

O. O., [1860er Jahre].

1 S. Qu.-4to.

 14,500.00

Zehn Takte in elfzeiligem System, überschrieben mit "Correctur Blatt D zur Seite 47" und mit lateinischem bzw. deutschem Text unterlegt, von dem zu lesen ist: "-ne Beati Be-" und "-len Selig Se-". Die Skizze gehört wohl zu der 1860 entstandenen Trauerode Nr. 1 "Les morts", die Liszt in Erinnerung an seinen im Vorjahr verstorbenen einzigen Sohn Daniel komponiert hatte. Als einzige seiner insgesamt drei Traueroden ist sie mit Gesang unterlegt, einem Text von Félicité Robert de Lamennais, dessen Strophen jeweils mit einem Bibelzitat enden: "Gleich uns wandelten sie einst auf Erden / und glitten hinab im Strome der Zeit. / An seinen Ufern erklang ihre Stimme, / doch keiner vernimmt sie mehr. / Wo sind sie? Wer sagt es? / Selig sind die Toten, die im Herrn sterben!" Als seine Mutter 1866 verstarb, fügte Liszt einen Männerchor hinzu, der dieses lateinische Zitat aufnahm ("Beati sunt mortui qui in Domino morientur"), das er in diesem schmerzvollen Augenblick gehört hatte.

Leicht fleckig und knittrig, sonst gut erhalten.

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