Schumann, Robert, Komponist (1810-1856). Eigenh. Brief mit U. ("R. Schumann").

O. O., 25. I. 1838.

1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.).

 9,500.00

An den Musikverleger Raimund Härtel über die bevorstehende Veröffentlichung seines neuen Klavierwerks: "Wenn die Phantasiestücke fertig sind, so bitte ich um einige Exemplare. Clara Wieck läßt mir sagen, daß sie einige davon in ihren Wiener Conzerten spielen will, was Ihnen und mir jedenfalls nur nützen kann - weshalb ich Sie auch so dränge, da Clara nur noch ein oder zwei Concerte geben will [...]". Als Nachschrift setzt Schumann hinzu: "Die beiliegende Anzeige bitte ich auf Hrn. Friesens Rechnung wenn möglich in das Hauptblatt Ihrer Zeitung einzurücken".

Der Leipziger Verleger August Robert Friese hatte im Juli 1837 Robert Schumanns "Neue Zeitschrift für Musik" gekauft. Die Anzeige erschien am 2. März in der NZfM 8/18, S. 72. Die Phantasiestücke für Klavier op. 12, komponiert vor Ende Juli 1837, erschienen in zwei Bänden im Februar 1838 bei Breitkopf & Härtel in Leipzig erstmals im Druck. Am 6. Februar schickte Breitkopf & Härtel die Freiexemplare an Schumann. Clara Schumann führte die Phantasiestücke am 4. März des Jahres in Wien auf.

Beiliegend eine zeitgenössische Abschrift des Aufsatzes "Musikalische Haus- u. Lebensregeln verfasst von Rob. Schumann" (17 SS. und Titel), der erstmals 1850 in der "Neuen Zeitschrift für Musik" veröffentlicht worden war: "Die Bildung des Gehörs ist das Wichtigste. Bemühe dich frühzeitig, Tonart u. Ton zu erkennen. Die Glocke, die Fensterscheibe, der Kukuk - forsche nach, welche Töne sie angeben [...]" (8vo, fadengeheftet in Papierschirting).

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