Mutius, Gerhard von, Diplomat und Philosoph (1872-1934). Ms. Sentenz mit eigenh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Bukarest, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeilen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 450.00

"Denkt man an die äussere Weltlage und Deutschlands äussere Lebensbedingungen, so sieht die Zukunft nach wie vor dunkel und schwierig aus. Blickt man hingegen auf die innere Lebenskraft des deutschen Volkes, so kann man nicht anders, als an eine grosse Zukunft glauben. In dieser Hinsicht scheint mir namentlich die Entwicklung der deutschen Sprache hoffnungsreich. In jeder sprachschöpferischen Wendung, überall da, wo sie nicht nur neutrales Verständigungsmittel, Routine und Gewohnheit ist, fühlen wir den Auftrieb, die Jugend, das Glück der Sprache [...]".

Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Gerhard von Mutius war von 1927 bis 1931 deutscher Gesandter in Bukarest.

Mit feinen Einschnitten im Formularteil.

Koslowsky 192.