Schmitz, Hermann, Industrieller (1881-1960). Ms. Sentenz mit zahlreichen eigenh. Korrekturen, eh. U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug sowie eine eh. Sentenz mit U. (Entwurf).

Neubabelsberg, o. D.

2 SS. auf 2 Bll. Folio (ca. 223:282 mm). Davon ein Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten. Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Deutschland kann nur durch sich selbst, gestützt auf seine eigenen Kräfte wieder groß und glücklich als Nation werden. Ohne sich über andere Völker zu überheben muß es doch stets die Schätzung, Pflege und Fortentwicklung seines eigenen Volkstums als wichtigstes Ziel vor Augen haben. Indem wir Alles daran setzen müssen, die fortschrittlichen Ideen der Zeit auf allen Gebieten des staatspolitischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und geistigen Lebens in friedlichem Wettkampfe und Austausch mit den andern Kulturvölkern durchzuführen, müssen wir doch immer der eigenen Volksindividualität eingedenk bleiben [...]".

Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben.

Hermann Schmitz hatte besonders als "Sachverständiger der Reichsregierung bei den Versailler Friedensverhandlungen" beeindruckt, wurde 1925 Finanz- und Auslandschef des Vorstands der neugegründeten "IG-Farbenindustrie AG" und "rückte damit zu einem der mächtigsten Männer der dt. und internationalen Finanzwelt auf" (NDB XXIII, 252f.).

Mit leichter Rostspur einer Büroklammer.

Koslowsky 244.

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