Frenssen, Gustav, Schriftsteller (1863-1945). Eigenhändige Sentenz mit U.

O. O. u. D.

1 S. Qu-4to. Albumblatt (beschnitten) mit dreiseitiger gedruckter Bordüre, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Deutschlands Zukunft? Ein biologisch möglichst gesundes Volk. (Wie viel ist da noch zu tun!) Sachlichkeit und Vornehmheit in Sitte, Verwaltung, Justiz, Schule. (Wie viel ist da noch zu tun!) Und eine kluge, mutige, vorsichtige Politik. Im übrigen kommt die Zukunft der Völker aus Tiefen, die Menschenaugen entzogen sind, und aus Kräften, die nicht in unsrer Kraft sind [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Gustav Frenssens Romane gehörten schon zur Massenliteratur des Kaiserreichs; Rilke zählte zu seinen Bewunderern. Zuerst nicht ausdrücklich gegen die Weimarer Republik eingestellt, wurde Frenssen zunehmend zu ihrem Feind und warb in seinen Werken, die seit 1923 immer stärkere antisemitische Züge aufwiesen, für ein autoritär geprägtes Deutschland. In weiterer Folge wandte sich der ehemalige Pastor Frenssen vom Christentum ab und einem nordisch-germanischen Neuheidentum zu.

Koslowsky 289.

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