Berlepsch-Valendas, Hans von, Architekt und Maler (1849-1921). Eigenh. Albumblatt mit U. ("Berlepsch-Valendas").

Maria Eich-Planegg, 25. XI. 1902.

2 SS. Qu.-8vo.

 180.00

"Wer nicht seine häusliche Umgebung künstlerich zu gestalten versteht, und wäre es unter Aufwand der einfachsten Mittel, dem fehlt auch das Verständnis für alles andere, was Kunst heisst. Die schlimmste Spezies der ‚Kunstfreunde' sind Kunst-Vereins-Philister, die ihren Gang zum Musentempel mindestens ebenso hoch anschlagen wie eine Partie Taro[c]k, nie aber die Hand aufmachen, wenn es sich darum handelt, einer künstlerischen Idee, einer bedeutsamen Strömung zum Durchbruche zu verhelfen [...]".

Hans von Berlepsch-Valendas studierte in Zürich bei Gottfried Semper, war dann als Architekt in Frankfurt a. M. tätig und ging 1875 an die Akademie nach München, um Historienmalerei und Kunstgeschichte zu studieren. "Zunächst als Maler tätig und Mitglied der Münchener Sezession, wandte er sich später dem Kunstgewerbe zu und entwarf in erster Linie Textilien, Keramik, Möbel. Zu seinen Werken zählten Bau und Einrichtung der Villa Dobner in Zürich. Später widmete er sich verstärkt der Ausstattung einfacher Wohnhäuser. [Er] verfaßte u. a. die Schrift ‚Bauernhaus und Arbeiterwohnung in England' (1907) [...] [und] galt als Vorkämpfer der Gartenstadtbewegung und der Wohnungsreform" (DBE).

Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Autogramm".

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