Schaukal, Richard von, Lyriker und Erzähler (1874-1942). Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug.

Wien, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Deutschland sollte nicht nur in der Arbeit und dem Vergnügen - ganz abgesehen von der Politik, die wohlverstanden, Mittel bleibt und nicht zum Zwecke sich aufbläht - Aufgabe und Ziel des Daseins erblicken, sondern sich darauf besinnen, daß seine Bedeutung in der Welt einst auf geistigem Gebiete gelegen hat [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Die Sentenz wurde bei der Veröffentlichung in Druckschrift fehlerhaft wiedergegeben (aus "einst auf geistigem Gebiete" wurde in der Anthologie "nicht auf geistigem Gebiete"), Schaukals Bitte um Weglassung der Berufsbezeichnung "Sektionschef a. D." (Formularteil, markiert in Rotstift) wurde entsprochen.

Richard von Schaukal "pflegte eine umfangreiche, oft streitbare Korrespondenz mit Zeitgenossen (u. a. Hermann Hesse, Rainer Maria Rilke, Thomas und Heinrich Mann, Ferdinand v. Saar, Marie v. Ebner-Eschenbach, Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Max Brod, Carl Moll, Alfred Kubin), war Büchersammler und Mitglied in zahlreichen literarischen Vereinigungen" (NDB XX, 590f.).

Koslowsky 110.

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