Wilde, Richard, Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor (1872-1938). Ms. Sentenz mit montiertem Schildchen mit eigenh. U.

Berlin, Oktober 1928.

2 SS. auf 2 Bll. Folio (214:278 mm). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 350.00

"Als Deutscher nicht an die Zukunft Deutschlands glauben, hiesse sich selbst aufgeben. Und es hiesse blind sein, wenn man nicht sehen wollte, dass Deutschlands jüngste Vergangenheit die Keime der Zukunft in sich birgt [...] Deutschland war reich - es ist heute arm. Aber es ist noch immer reich durch die Kräfte, die in seiner Bevölkerung beschlossen sind; durch die Organisation und Disziplin seines Schaffens, die auf allen Gebieten wieder Früchte zu tragen beginnen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Richard Wilde wurde nur zehn Jahre nach Erscheinen der Anthologie im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet.

Papierbedingt etwas gebräunt.

Koslowsky 346.

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