[Eucken, Rudolf, Philosoph und Nobelpreisträger für Literatur (1846-1926)]. Ms. Sentenz mit 2 hs. Namenszügen und hs. ausgefülltem Formularteil.

Jena, o. D.

1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).

 300.00

Mit einem Zitat aus Euckens "Lebenserinnerungen" (1920): "Wir erstrebten einen Fortschritt der Menschheit, im besonderen auch ein moralisches Weiterkommen, und wir müssen uns jetzt davon überzeugen, dass Unwahrhaftigkeit und Ungerechtigkeit die heutige Menschheit beherrschen [...]". Posthum eingereicht für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), veröffentlicht in Erinnerung an den bereits 1926 verstorbenen Philosophen.

"Euckens Aktivität und Wirkung gingen weit über die Universität hinaus. Bei den deutschen Philosophen und Gelehrten überhaupt fand er nicht großen Anklang, hatte aber auf viele seiner Schüler verschiedener Nationalität dauernden Einfluß. Zu nennen sind besonders Max Scheler, Leopold Ziegler und Fritz Medicus [...] 1920 entschloß er sich zur Emeritierung, um sich ganz der Arbeit für die durch die Katastrophe des Krieges noch mehr gefährdete Menschheit zu widmen" (NDB IV, 670-672).

Koslowsky 305.