Fénélon, François de Salignac de la Mothe. Staats-Roman, welcher unter der denckwürdigen Lebens-Beschreibung Telemachi königl. Printzens aus Ithaca, und Sohn des Ulyssis vorstellet, wie die königl. und fürstl. Printzen zur Staats- Kunst- u. Sitten-Lehre anzuführen [...]. In frantzösischer Sprache beschrieben, und aus derselben ins Teutsche übersetzet durch Talandern.

Breslau, Johann George Blessing, 1722.

2 Teile in 1 Band. (14), 320, 352 SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz. Lederband der Zeit mit dreifachen blindgepr. Deckel- und Rückenfileten und hs. Rückenschildchen in rot und schwarz. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.

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Vierte Ausgabe der ersten deutschen Übersetzung von Fénélons (1651-1715) bekanntem staatspolitisch-pädagogischen Bildungsroman, verfaßt für seinen Schüler, den Herzog Ludwig von Burgund (1682-1712), Enkel Ludwigs XIV. (und ab 1711 Dauphin). Erstmals 1699 gegen den Willen des Autors veröffentlicht und sogleich als Kritik am Regierungsstil des Sonnenkönigs aufgefaßt, erschien es auf Deutsch bereits im Folgejahr in der Prosaübersetzung August Bohses (unter seinem Pseudonym Talander) nach der franz. Prosavorlage.

Papierbedingt durchgehend etwas gebräunt bzw. braunfleckig; Kapitale lädiert. Alter Besitzvermerk am Titel; kl. Durchriebe von gelöschtem weiteren zeitgenöss. Besitzvermerk (kein Textverlust). Selten.

Dünnhaupt I, 446, 65c. Jantz I, 575. OCLC 36422116. Vgl. Faber du Faur I, 878. Vgl. KNLL V, 469. Nicht bei Goedeke.

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